Specials
Firmenlogo
Verlag für E-Books (und Bücher), Handwerks- und Berufszeichen
Sie sind hier: EDITION digital: Newsletter 13.11.2026 - Sternenkavaliers Groteske bis königlicher Doppelrolle: Fünf Bücher

Sternenkavaliers Groteske bis königlicher Doppelrolle: Fünf Bücher über Rollen, Reisen und Verantwortung – Fünf E-Books von Freitag bis Freitag zum Sonderpreis

 

(Pinnow, 13.11.2026) – Diese Woche stellen wir fünf Erzählungen vor, die auf sehr unterschiedliche, oft überraschende Weise mit Ordnungen, Rollen und Richtungswechseln ringen: Gerhard Branstners vergnügliche Groteske im Weltall, Herbert Ottos aufmerksame Reiseskizze, Ingrid Möllers intensives Porträt des Malers Grünewald, Brigitte Birnbaums Sommergeschichte über ein Erwachsenwerden und Heinz‑Jürgen Zierkes historische Erkundung von Loyalität und Macht. Zusammen entfalten die Texte ein Feld von Stimmen, das zeigt, wie private Entscheidungen und politische Weichenstellungen Spuren hinterlassen, die weit nachhallen.

 

Vom Freitag, dem 13. November, bis Freitag, dem 20. November 2026, sind die folgenden fünf E-Books zum Sonderpreis erhältlich.

 

Der Sternenkavalier. oder Die Irrfahrten des ein wenig verstiegenen Großmeisters der galaktischen Wissenschaften Eto Schik und seines treuen Gefährten As Nap von Gerhard Branstner

 

Die Irrfahrten des Großmeisters der galaktischen Wissenschaften Eto Schik und seines Gefährten As Nap bieten manche Überraschung. Schon der Anlass dieser Reise ist utopisch und ungewöhnlich: Weltall und Sternbilder sollen nach „ästhetischen Grundsätzen“ umgemodelt werden. Das stiftet unter den Planetenbewohnern, die hier angetroffen werden, zumeist bemerkliche Verblüffung. Denn feste Grundsätze und unumstößlich geglaubte Ordnungen geraten ins Wanken oder werden mittels eines mühelos gehandhabten Zauberstöckchens kurzfristig über den Haufen geworfen.

 

In dieser Erzählung kommen Könige, Ketzer, Akademiker, Prinzessinnen und mancherlei Gespenster vor. Zu ihnen gesellen sich auch Wesen, die der bekannten Märchenwelt noch fremd sein mögen: Fantasten und gemütvolle Entdecker des Einfachen, das schwer zu machen ist.

 

Gerhard Branstner erzählt mit heiterer Stimme von Stillstand und Irrtum der Theoriten und Praximanen, und er führt seine beiden Abenteurer auch zum Stern der Verlässlichkeit. Dort freilich werden selbst sie, die manches zu bieten hatten, von Unüblichem überwältigt und — kraft verblüffender Lebensweise der dortigen Bewohner — eines Irrtums belehrt.

 

Stundenholz, Minarett und Mangobaum. Eine Entdeckungsfahrt ins Morgenland von 1960 von Herbert Otto

 

Zwei DDR-Schriftsteller und ein Fotograf reisen 1958 und 1960 von Berlin mit einem mit Gepäck vollgestopften, klapprigen Auto über Griechenland in den Norden Afrikas und zurück über Sizilien, insgesamt 50 000 Kilometer. Sie besuchen einige Sehenswürdigkeiten, aber ihr großes Interesse gilt den Menschen dieser Länder. Sie schließen Freundschaften, erfahren große Hilfsbereitschaft, wenn das Auto mal wieder repariert werden muss, und begegnen vielen neugierigen, wissbegierigen Menschen. Ihr Budget ist klein, doch mit ihrer einfachen Campingausrüstung findet sich oft ein kostenloser Schlafplatz. Nach über 60 Jahren liest sich das Buch wie ein Eintauchen in eine relativ friedliche Welt.

 

Wetterleuchten über Isenheim. Ein Grünewald-Roman von Ingrid Möller

 

Im Mittelpunkt dieses historischen Romans steht der Maler Mathis Neithart, der unter dem Namen Matthias Grünewald bekannt wurde. Neben Albrecht Dürer war er der expressivste deutsche Maler an der Wende von der Spätgotik zur Renaissance. Sein großes Hauptwerk - der Isenheimer Altar - entstand 1512-1516 im elsässischen Antoniterkloster, wo am „Antoniusfeuer“ Erkrankte gepflegt wurden.

 

Die Autorin zeichnet anschaulich und mit Detailkenntnis ein genaues Bild jener Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs der Bauernkriege und Reformation. Der Leser taucht gewissermaßen ein in das Leben des berühmten Künstlers und nimmt an seinem Schaffen teil. Einst Erzbischöflicher Hofmaler in Mainz, lebte Grünewald an seinem Lebensende - nach erniedrigenden Bittgängen - sozial entwurzelt in Halle. Geblieben aber sind seine berühmten Werke.

 

Reise in den August. Nach einer wahren Begebenheit frei erzählt von Brigitte Birnbaum

 

Gerade hatte Bärbel Moltor im Schwimmwettbewerb den 1. Platz belegt. Das bedeutete die Fahrkarte zu den Bezirksmeisterschaften. Das Mädchen träumte von weiteren Siegen, von der höchsten Stufe auf dem Siegertreppchen und reagierte enttäuscht, dass Mutter und Stiefvater aus dem Städtchen bei Magdeburg berufsbedingt nach Mecklenburg ziehen werden, aufs Dorf, natürlich ohne Schwimmhalle.

 

Da freute sie sich über die Einladung der Eltern ihres verstorbenen Vaters, die Sommerferien bei ihnen in West-Berlin zu verbringen. Bärbel hoffte auf beste Trainingsmöglichkeiten dort und auf so manches Interessante. Doch ein bestimmter Tag im August veränderte ihr Leben und ihr Verhältnis zu den Großeltern.

 

Das Buch erschien erstmals 1967 in Der Kinderbuchverlag Berlin.

 

Karl XII von Heinz-Jürgen Zierke

 

Der Bezug zu Friday for Future ergibt sich aus dem wiederkehrenden Motiv von Verantwortung gegenüber künftigen Generationen: Als unser Friday for Future‑Titel wählen wir Heinz‑Jürgen Zierkes 'Karl XII', weil der Roman am Beispiel eines historischen Kriegszusammenhangs und der Figur des Sven Svensson literarisch nachzeichnet, wie Führungsanspruch, blinder Gehorsam und die Folgen politischer Entscheidungen Menschen und Zeiten prägen. Diese Perspektive macht nachvollziehbar, weshalb heutige Debatten um Verantwortung und Zukunft — wie sie Friday for Future führen — auch aus historischen Erzählungen wichtige Einsichten ziehen können.

 

Der Nordische Krieg. Auseinandersetzungen im Ostseeraum zu Anfang des 18. Jahrhunderts. Polen, Lettland, dann Sachsen, Russland und die Türkei sind die Hauptschauplätze des turbulenten Geschehens um den schwedischen König Karl XII. Zar Peter I. ist sein historischer Gegenspieler. Poltawa bringt die Entscheidung: für Schweden und Russland, für das Kräfteverhältnis in Nord- und Osteuropa.

 

Karl, der glänzende Siege erfocht, für sich, nicht für das hungernde Schweden, erhält in diesem Roman einen Doppelgänger: Sven Svensson, den Schreiber und Bauernsohn, der seinen König über alles liebt, der ihm bedingungslos dient. Der in des Königs Rock schlüpft und in seinem Namen agiert: der schönen Aurora zeigt er, was für ein Kerl dieser Karl ist, den Türken in Bender spielt er den klugen Herrscher vor. Er rettet den König aus mancher kritischen Situation - bis er nicht mehr kann. Bis er den Abgrund erlebt, der zwischen Ideal und Wirklichkeit klafft.

 

Sven Svensson, die Volksgestalt, ist Heinz-Jürgen Zierkes literarisches Medium, Taten und Charakter eines absolutistischen Herrschers zu prüfen und zu werten und so ein nicht widerspruchsfreies, aber interessantes Bild einer im Untergang begriffenen Epoche zu entwerfen.

 

Die folgenden Leseproben öffnen jeweils ein kleines Fenster in die Welt der vorgestellten Bücher: mal in eine groteske Himmelsreise, mal in ein klappriges Reisemobil voller Begegnungen, mal in ein Maleratelier, mal in einen heißen Augusttag voller Erwartungen und schließlich mitten in die Verwirrungen des Nordischen Krieges. Jede Passage stimmt einen eigenen Ton an und macht unmittelbar spürbar, worum es in der jeweiligen Erzählung geht.

 

Der Sternenkavalier. oder Die Irrfahrten des ein wenig verstiegenen Großmeisters der galaktischen Wissenschaften Eto Schik und seines treuen Gefährten As Nap von Gerhard Branstner

 

Branstners Einstieg katapultiert uns in ein kühnes Vorhaben: Eto Schik und sein Gefährte wollen Himmelsbilder nach ästhetischen Regeln umgestalten — ein Moment, in dem vertraute Ordnungen ins Taumeln geraten.

 

Es war gewiss ein selten erlebbarer und ebenso denkwürdiger wie merkwürdiger Anblick, als die ängstlichen und doch zugleich neugierigen Insassen des Planeten aus ihm hervorstiegen und das erste Mal in ihrem Leben einen richtigen Himmel und die Sonne erblickten. Mehr als über all das staunten sie jedoch über den Regen, den Eto zu Ehren des historischen Vorganges, auch um den Zweck der Schirme sinnfällig zu machen, mittels des  Stöckchens herbeigezaubert hatte. Wasser, das noch dazu vom Himmel fällt, überstieg das Fassungsvermögen der Kartoffelgespenster, und statt die Regenschirme aufzuspannen, ließen sie sie fallen und rannten schreiend, als ob ihnen das Wasser wie Feuer auf der Haut brenne, hin und her und wussten nicht, wohin. Eto und As hatten alle Mühe, einige der Gespenster einzufangen und ihnen einen aufgespannten Schirm in die Hand zu drücken. Das tat endlich seine Wirkung. Die jetzt nicht mehr vom Regen Getroffenen standen, als seien sie vom Tode auferstanden und neugeboren, in kindlicher Verwunderung da und konnten sich nicht genugtun in der Äußerung ihrer Freude über den Besitz eines Schirms. Nun begriffen auch die übrigen den Sinn dieser Einrichtung und stürzten sich, statt weiterhin im Regen umherzurennen, wie wild auf die fortgeworfenen Schirme. Alsbald stand die gesamte Gesellschaft der Kartoffelgespenster wohlbeschirmt im Regen und freute sich ihres Daseins.

 

„Das hätten wir“, meinte Eto, „jetzt müssen wir ihnen nur noch den Nutzen des Regens erklären, aber dazu brauchen wir die Sonne.“

 

Eto erhob sein Stöckchen und stellte den Regen ab. Als die Sonne erschien und die Spuren des Regens auslöschte, erklärte Eto den Kartoffelgespenstern die Notwendigkeit des Wechsels von Nässe und Trockenheit. Doch bevor er damit zu Ende war, ging die Sonne unter, sodass er das Thema fallen lassen und, um die Kartoffelgespenster nicht neuerlich in Panik geraten zu lassen, den Wechsel von Tag und Nacht erklären musste, wofür die Zeit allerdings nicht mehr ganz ausreichte. Und als er am nächsten Morgen in seiner Lektion fortfahren wollte, musste er sogleich wieder das Thema fallenlassen und stattdessen den Wechsel von Wärme und Kälte erklären, denn die Kartoffelgespenster waren, da sie sich an den Temperaturabfall nicht so schnell gewöhnen konnten, über Nacht beinahe erfroren. Auf diese Weise rannte Eto dem Kreislauf der Natur hinterher, und er hätte ihn nie eingeholt, wenn er nicht schließlich zu der Erkenntnis gekommen wäre, dass er ihn auf diese Weise nie einholen würde. Also nahm er sein Stöckchen und hielt, nachdem er sich von As den Schlüssel hatte errechnen lassen, den Planeten einfach an. Jetzt konnte er in Ruhe erklären, welche Naturerscheinungen bei diesem Stande des Planeten auftraten; und wenn das erledigt war, rückte er den Planeten ein Stück weiter und erklärte die nun waltenden Naturerscheinungen. So passte Eto die Vorgänge der Natur den Möglichkeiten ihrer Beschreibung an, was allerdings nicht heißt, dass er die Beschreibung auch dem Fassungsvermögen seiner Zuhörer anpasste. Was selbst ein normaler Mensch nur begreifen kann, wenn er von Kind auf damit vertraut gemacht wird, konnten die über Jahrtausende degenerierten Kartoffelgespenster natürlich nicht auf der Stelle begreifen. Daher wurden sie, statt durch Etos Erklärungen schlauer zu werden, nur immer verwirrter und wollten sich, als sie nicht mehr aus noch ein wussten, wieder ins Innere des Planeten verkriechen. Dass es nicht dazu kam, ist allein dem Umstand zu danken, dass As zufällig sein linkes Auge öffnete, um einen Blick auf die übrigen Planeten dieses Sonnensystems zu riskieren.

 

„Da wohnen ja auch welche!“, rief As und deutete auf den der Sonne am nächsten stehenden Planeten. „Und wenn mich nicht alles täuscht, dann sind das keine bleichen Gespenster, sondern geradezu rosig aussehende Geschöpfe!“

 

Diese Entdeckung änderte die Situation auf dem gewendeten Planeten grundlegend.

 

Stundenholz, Minarett und Mangobaum. Eine Entdeckungsfahrt ins Morgenland von 1960 von Herbert Otto

 

Herbert Ottos Probe setzt auf der Rückbank eines klapprigen Wagens an: Begegnungen, improvisierte Nächte und aufmerksame Gastfreundschaft zeigen, wie Reisen Menschen einander näherbringen und Weltbilder verschieben.

 

… und züchtiget sie

 

Diesen Vorgang haben wir in den Dörfern ungezählte Male beobachtet: Eine Horde Jungen tummelt sich beim Spiel, lustig und laut. Kleine Mädchen schauen aus respektvoller Entfernung dem Treiben zu. Sie wissen bereits, dass sie nicht mitspielen dürfen, und hier zu stehen, ist schon Ungehorsam. Die Jüngsten aber, die das mit ihrer kleinen Erfahrung noch nicht glauben können, wagen sich doch an die Jungen heran, zögernd, wieder ein Schrittchen. Das geht eine Zeitlang gut. Dann werden sie plötzlich davongejagt, laut und grimmig, wie man Hühner aus dem Erdbeergarten verjagt.

 

Das ist der Anfang.

 

In der Schule – falls sie den Unterricht überhaupt besuchen – sitzen die Mädchen streng von den Jungen getrennt. Schon bald müssen sie auf dem Felde mitarbeiten oder Pflichten im Haus übernehmen: bei der Pflege der kleineren Geschwister, beim Brotbacken. Sie tragen auf ihren Köpfen Wasser heran, decken den Tisch für die Männer und essen danach in der Küche, was übrig geblieben ist.

 

Niemals haben wir ein verliebtes Pärchen gesehen, in der Abenddämmerung etwa und am Rande des Dorfes, Arm in Arm. Es gälte als böse Provokation. Es ist völlig undenkbar. Die Liebe, wo sie sich einstellt, gehört ins Haus. Dann und wann darf der Bräutigam die Angebetete besuchen, unter Kontrolle der Familie natürlich. Auch nicht minutenlang ließe man die beiden allein.

 

Meist aber gedeiht die „Liebe“ auf dem tauben Boden der ökonomischen Berechnung. Schließlich wird das Mädchen verkauft, und die Eltern haben stets eine klare Vorstellung davon, wie viel dieses Geschäft einbringen muss. Der Vater des Bräutigams hat den Kaufpreis für die Braut zu entrichten, je nach Vermögen und nach Güte des Gegenstands: zwei Schafe oder fünf oder auch drei Kilo Gold. Manchmal noch mehr.

 

Nun wird die Frau dem Manne untertan. Geselligkeit ist ihr nur selten gestattet und auch nur unter ihresgleichen. Sie darf nicht ins Café und nicht mit den Gästen des Hausherrn sitzen und plaudern. Sie muss eine zweite Frau neben sich im Hause dulden oder eine dritte und vierte, wenn dem Manne das gefällt und seine Mittel dafür ausreichen. In der Moschee des Dorfes zu beten ist ihr verboten. Das muss sie in der Küche tun oder in einem anderen Winkel des Hauses. Ihre Rechte sind bescheiden. Wenn der Mann sie verstößt, darf sie mitnehmen, was sie auf dem Körper trägt: ihre Kleider, ihren Schmuck. In der vierten Sure des Korans steht:

 

„Männer sollen vor Frauen bevorzugt werden, weil auch Gott die einen vor den anderen mit Vorzügen begabt und auch weil jene diese unterhalten. Rechtschaffene Frauen sollen daher gehorsam und verschwiegen sein, auf dass auch Gott sie beschütze. Denjenigen Frauen aber, von denen ihr fürchtet, dass sie durch ihr Betragen euch erzürnen, gebet Verweise, enthaltet euch ihrer, sperret sie in ihre Gemächer und züchtiget sie. Gehorchen sie euch aber, dann suchet keine Gelegenheit, gegen sie zu zürnen; denn Gott ist hoch und erhaben.“ Diese Weisungen gelten noch. Sie scheinen unsichtbar in die Gemäuer zahlloser Hütten gemeißelt, Gesetz für die Männer, unanfechtbarer Urteilsspruch für die Frauen.

 

Zur gleichen Zeit aber praktizieren im Lande schon Hunderte von Ärztinnen. Tausende von Schwestern sind tätig und Lehrerinnen, gebildet, selbstbewusst. Sogar in der Armee leisten Frauen als Offiziere Dienst für ihr Land. Das Ringen um die Befreiung der Frau ist im Gange, erbittert und langwierig.

 

Dabei geschieht es zuweilen, dass die alte Lebensart sich drohend aufbäumt und noch einmal, in der Sterbestunde, ihre fühllose Macht zur Schau stellt. Es ist dann, als zeichnete die Gegenwart, widerstrebend, doch gefügig, ein grausames Märchen der Vergangenheit auf.

 

Es geschah in diesem Dorf, vor Jahresfrist, an einem späten Abend im September. Am Hause des Grundbesitzers pocht jemand dringlich an die Pforte.

 

Der Alte geht, um zu öffnen. Ein Mädchen steht da, atemlos und sichtlich erschöpft. Sie bricht vor der Tür zusammen, noch ehe sie ein Wort über die Lippen bringt. Man trägt sie ins Haus und bettet sie. Ein heißer Tee wird eilig bereitet. Das Mädchen ist jung, siebzehn Jahre vielleicht. Zu sich gekommen, berichtet sie das Vorgefallene, stockend und immer wieder unterbrochen von ihren Tränen. Sie stammt aus dem Nachbardorf, Tochter wohlhabender Eltern, und liebt einen Burschen, dessen Vater nennenswerte Reichtümer nicht besitzt. Die Liebe bleibt geheim. Dann und wann gelingt es, sich zu treffen, nachts, wenn das Dorf schläft, im schwachen Lichte der Gestirne und hinter Mauern verborgen. Diese wenigen Nächte sind ein ganzer Himmel, Sterne und Glück. Das Leben scheint ein guter Traum zu sein. Aber der Tag kommt, da sie weiß, dass sie ein Kind erwartet. Damit endet das Glück, denn der Umwelt preisgegeben, muss ihr Glück sich ins Gegenteil kehren. Das Dasein ist plötzlich eine grimmige Last. Nach Wochen qualvoller Verschwiegenheit vertraut sich das Mädchen der Mutter an. Rettung bedeutet das nicht. Stattdessen nimmt jetzt das Unheil seinen Lauf. Die strafende Hand der Familie streckt sich nach ihr aus. Was bleibt, ist die Flucht. So kommt sie in dieses Haus, Asyl und Hilfe zu erbitten.

 

Der Alte sichert ihr beides zu. Er trachtet in den nächsten Tagen, die Schande auf gütlichem Wege zu tilgen. Er begibt sich ins Nachbardorf und verhandelt mit den Parteien. Ein Ausweg bliebe: die sofortige Heirat der jungen Leute. Aber Standesdünkel und lange Debatten um den Preis der Braut verzögern die Einigung. Inzwischen wächst in der Familie des Mädchens der stumpfsinnige Zorn heran; ein wildes, hirnloses Ungeheuer.

 

Die Katastrophe tritt wenige Tage nach der Flucht des Mädchens ein. Es mag gegen zehn Uhr abends sein. Die Männer des Dorfes sitzen noch wie immer beim Gespräch. Plötzlich schreckt sie gellendes Kreischen auf, Schreie aus dem Haus des Grundherrn, Hilferufe. Die Männer, eilig herbeigelaufen, finden das Mädchen durch Messerstiche getötet.

 

Wetterleuchten über Isenheim. Ein Grünewald-Roman von Ingrid Möller

 

Möllers Szene führt in die Werkstatt eines Malers: Beim Entstehen großer Bilder wird spürbar, wie persönliches Leiden, Glaubensfragen und historische Umbrüche das Kunstschaffen formen.

 

Im Kaminzimmer hat der Qualm einen beißenden Geruch hinterlassen, aber es lässt sich atmen. Meister Mathis breitet die Pläne auf einem Tisch aus und weist Meister Baltz an, die einzelnen Mauerteile und Winkel nachzumessen. Es geht lakonisch zu. Zahlen werden angesagt, verglichen, bestätigt. Weiter hinein in den verrußten Abzug muss der Geselle kriechen. Bisher decken sich alle Angaben.

 

Plötzlich aber gibt es eine Abweichung. Meister Mathis wird hellwach. »Noch mal! Sagtet Ihr sechsundvierzig? Bei mir steht sechsundsiebzig!«

 

»Wo?« Im Nu steht Baltz von Martenstein neben Meister Mathis. »Die Zahl soll eine Sieben sein? Wo habt Ihr denn das Zahlenschreiben gelernt? Ihr habt statt dessen wohl Männchen gemalt!«

 

Ein üblicher Vorwurf! Vielen Leuten will es nicht in den Schädel, dass ein und derselbe Mensch ein exakter Rechner und gleichzeitig ein fantasiebegabter Künstler sein kann. Als ob andere das nicht wären! Leonardo da Vinci zum Beispiel oder Albrecht Dürer. Immer dieser Argwohn: Eines kann er nur vernünftig machen. Entweder - oder. Ein wunder Punkt für Meister Mathis. Folglich geht er jetzt hoch: »Und Ihr! Habt Ihr in Eurer Lehre nichts vom maßstabgerechten Zeichnen gehört?! Selbst wenn Euch die Zahl nicht eindeutig war, so brauchtet Ihr doch wohl nur die Längen zu vergleichen! Und außerdem hättet Ihr mich im Zweifelsfall jederzeit fragen können. Das ist eine verdammt faule Ausrede!«

 

»Euch oblag die Oberaufsicht! Also hättet Ihr aufpassen müssen!«

 

»Wie soll ich ahnen, dass ich es mit fachlichen Analphabeten zu tun habe!«

 

Die Wut schaukelt sich hoch, droht in unsinnige Feindschaft auszuarten. Meister Mathis erschrickt selbst. Das ging zu weit. Das hätte er besser nicht sagen sollen! Er sucht zu beschwichtigen: »Jedenfalls wissen wir jetzt, wo der Fehler liegt. Wir müssen eine Überschlagsrechnung machen, wie viel zusätzliche Arbeitsstunden der Umbau bedeutet. Wie viel muss abgerissen werden?«

 

Der Maurermeister schluckt. Eigentlich wollte er’s dem Maler geben, der sich hier als Ingenieur aufspielt, aber vor eine so konkrete Frage gestellt unterdrückt er seinen Zorn. Er guckt in den Kaminabzug, bedenkt die Mauerdicke. Ihm wird siedend heiß. »Ich fürchte, fast alles!«

 

Meister Mathis wird starr vor Schreck. »Das bedeutet - sieben Wochen Arbeit umsonst? Ist der Mörtel denn schon so hart, dass die Steine nicht wieder verwendet werden können?«

 

»Ein Teil der Steine geht sicher dabei zu Bruch.«

 

Reise in den August. Nach einer wahren Begebenheit frei erzählt von Brigitte Birnbaum

 

Birnbaums Passage hält den entscheidenden Augusttag einer jungen Schwimmerin bereit — ein Augenblick, in dem Leistungswunsch, familiäre Bindungen und ein unerwartetes Ereignis das Leben verschieben.

 

Unvermutet sprach Thomas hastig auf Bärbel ein: „Pass auf! Alles noch mal! Siehst du da vorn? Das ist schon die Mauer."

 

Bärbel nickte. Ihre Lippen waren trocken, und in den Augen flackerte die Angst. Sie sah weiter vor sich Stacheldrahtgewirr.

 

Thomas sprach schon weiter: „Schnell jetzt! Gleich rechts um die Ecke steht die Ruine. Da flitzen wir rein. Ich helf dir auf das Fenster, aufs mittelste, hörst du!" Er zischte seine Worte Von da, vom Hochparterre, musst du springen. Weit! Sonst bleibst du hängen. Spring ganz weit!"

 

„Tom, du schreibst mir doch, ja?", Bärbels Stimme bebte und war heiser.

 

Klar!" Für Thomas war alles wie ein Abenteuer im Kino. Wie oft hatte er sich schon gewünscht, ein tolles Ding zu drehen.

 

Sie liefen um die letzte Hausecke. Bärbel sah nicht nach rechts und nicht nach links. Da war die Ruine! Sie wussten nicht, dass von drüben schon zwei Feldstecher auf sie gerichtet waren.

 

Irgendwo, weiter weg, auf dieser Seite, rief jemand etwas mit tönender Stimme. Unter Bärbels Schuhen polterten Steine, knirschten Sand und Mörtel. Sie keuchte, fühlte Thomas' Hände im Rücken, die sie über den Geröllberg hinüberstießen. Sie presste mit der linken Hand die Tasche mit dem Mecky an sich und krallte die rechte ins bröckelnde Mauerwerk, um sich zu stützen.

 

Nach Atem ringend, standen sie endlich vor der mittleren Fensterhöhle. Mannshoch lag die Öffnung über Bärbels Kopf.

 

„Los!", fauchte er und fügte hinzu: „Mach's gut. Bist ein feiner Kerl!" Er hielt die Hände zu einer Muschel auf sein rechtes Knie, damit sie mit dem Fuß hineinsteige.

 

In diesem Augenblick fühlte sie keine Angst mehr. Sie sah ihm in die Augen und flüsterte: „Danke für alles - Tom!" Ihre Stimme war kläglich.

 

Plötzlich, fast unbewusst, umarmten sich die beiden Kinder, wie es Erwachsene tun, wenn sie gute Freunde sind und Abschied nehmen, weil sie sich vielleicht nicht wieder sehen werden.

 

Dann stand Bärbel in der Fensteröffnung. Eine tiefe Stimme schrie befehlend: „Halt!"

 

Bärbel federte sich ab und sprang mit weit aufgerissenen Augen. Hinter ihr polterte Thomas davon.

 

Geschickt fing sie den Aufprall ihres Körpers in der Hocke ab. Bärbel blinzelte und richtete sich schwankend auf. Vor ihr stand ein Grenzsoldat in gesteppter Winteruniform. Am liebsten wäre sie ihm um den Hals gefallen. Doch sie rührte sich nicht. Eine eigentümliche Freude lähmte sie. So einfach war alles?

 

„Hat man so was schon erlebt! Was soll das?", herrschte der Posten sie an. Ein Schritt zu knapp, und Bärbel wäre in einer eisernen Dornenhecke gelandet.

 

„Ich will..." Der Atem ging ihr aus.

 

„Weißt du nicht, dass es verboten ist..." Zusammengekniffene Augen funkelten sie an.

 

„Ich will..." Erstaunt blickte sie in das junge Gesicht und wollte alles erklären. Doch der Mann schnitt ihr das Wort ab: „Wie heißt du?"

 

„Bärbel Moltor."

 

„Dein Bruder hat dich vorgeschickt?"

 

„Ich habe keinen Bruder."

 

„Und wo ist der Junge, mit dem du gekommen bist?"

 

Karl XII von Heinz-Jürgen Zierke

 

Zierkes Auszug wirft mitten in die Verwirrungen des Nordischen Krieges: Ein einfacher Schreiber schlüpft in die Rolle des Königs und zeigt, wie Ideal und Wirklichkeit aneinanderreiben.

 

Im Sommer lag das Gros der Armee noch immer im südlichen Grenzgebiet. Sven konnte das Zimmer nicht verlassen, die Tür war neuerdings verriegelt, das Fenster viel zu klein, als dass er hätte hinausklettern können. War er ein Gefangener? Er versuchte, seine Wärterin auszuforschen, aber die verstand kein einziges Wort. Melchior Neumann sagte nur kurz: „Damit Ihr Euch nicht überanstrengt“, und hatte es plötzlich sehr eilig. Was hatte man mit ihm vor?

 

Endlich ein Bekannter, ausgerechnet Kanzleirat Thorsson, nun Kapitän, wenn auch im Innendienst, was ihm mehr lag, als eine Kompanie zu kommandieren. Sven hatte viel zu fragen, wusste nicht, womit er beginnen sollte, und ließ den Kanzleirat reden.

 

„Man wird dich also, Verzeihung, Leutnant, du bist ja nicht mehr mein Schreiber, man wird Sie von hier fortbringen. Nicht der Armee nach, das strengte Euch zu sehr an; gepolsterte Chaisen sind bei der bekannten Genüg- und Sparsamkeit unseres Herrn Königs in unserer Armee nicht eingeführt.“

 

„Warum schließt man mich ein? Ein ruhiges Pferd ..., ich hätte mich längst daran gewöhnt.“

 

„Majestät sind besorgt, äußerst besorgt um Euer Leben und Eure Gesundheit. Die Polen hierorts, nachdem sie sich zuerst freundlich, freigebig zeigten, beweisen nun ihren wahren Charakter, verstecken die Vorräte, vergraben sie gar, hungern lieber, als mit uns zu teilen. Durchsuchen unsere Leute Keller und Scheunen, müssen sie gewärtig sein, nachts, in der Dunkelheit ... Ich will Euch nicht bange machen, aber man kann nur zu dritt oder zu sechst ... Ein unzuverlässiges Volk, diese Polen! Haben sie nicht uns ihren König zu verdanken? Ergo, Ihr könnt hier nicht bleiben, der König müsste denn ein ganzes Regiment zu Eurem Schutz kommandieren. Die Alte, Eure Besorgerin, eine fromme Seele, aber wenn ihre Landsleute ihr zusetzen, die Pfaffen vor allem ... Wir Schweden sind ja als gut lutherisch für die Römlinge Ketzer und Heiden.“

 

„Wohin bringt man mich?“

 

„Man könnte Sie über die schlesische Grenze ins Kaiserliche transportieren, nur wenige Meilen Weges. Doch Majestät in tiefer Sorge haben abgewinkt. Zu Recht, zu vollem Recht. Die Bewohner dieses Schlesiens, man weiß nicht, wer ist Pole, Deutscher, Jude. Sind auch alle gleich unzuverlässig. Keine Ordnung, österreichische Schlamperei. Zudem auch der Sachse, die kaiserliche Neutralität nicht achtend, schlankweg über die Grenze marschiert. Oberhaupt diese Südländer. Ohne den Norden wäre Gottes gerechte Welt längst aus den Fugen. Ja, wir Schweden, der göttlichen Ordnung Arm und Schwert! Der Herr über uns weiß schon, weshalb er unsere Nation mit dem strengen Nordland begabt hat. Da lernt man haushalten, einteilen, Disziplin.“

 

„Habt Ihr Nachrichten aus der Heimat? Erzählt, wie sieht es in Falun aus, in den Tälern?“

 

„Man bringt Euch zu den Brandenburgern. Ebenfalls Neutrale, aber anders, eben nördlicher, korrekt, sachlich, ordnungsliebend, Armee mit gutem Ruf, wenn auch etwas verweichlicht, die brandenburgische Majestät liebt Paraden, Bälle, Luxus.“

 

Sven konnte sich nicht für den Gedanken erwärmen, nach Brandenburg gebracht zu werden. Fehrbellin fiel ihm ein und das ewige Gerangel um das Erbe der Pommernfürsten; den östlichen Teil des Herzogtums hatten sich die habgierigen Hohenzollern schon angeeignet. Sowie Schweden auch nur die geringste Schwäche zeigte, würden sie auch den westlicheren, den wohlhabenderen Teil packen. Unter deren Schutz sollte er sich stellen? Laut sagte er: „Die brandenburgische Majestät? Der Hohenzoller ist Kurfürst.“

 

„Unser allergnädigster Herr, Carolus Magnus XII., hat bereits vor zwei Jahren Herrn Friedrich als König anerkannt. Das sollte Er wissen, Leutnant! “

 

„Ja, als König in Preußen, aber nicht in Brandenburg, und Preußen ist polnisches Lehnsherzogtum. Seid Ihr sicher, Herr Kanzleirat, dass der Hohenzoller zu unserm Polenkönig steht?“

 

„Will Er mich wohl nicht dauernd Kanzleirat nennen? Ich bin Kapitän, Sein Vorgesetzter! Mir scheint, Er ist von dem destruktiven Defätismus des pp. Hermelin angesteckt.“

 

„Pardon, Herr Kapitän.“

 

„Schon gut. Zivile Gewohnheiten, schwer auszumerzen. Punktum. Streusand drauf. Wo waren wir stehen geblieben? Also beim König in Preußen. Da Herr Friedrich schöne Kleider und glanzvolle Titel liebt, wünscht er für sein Ländchen die volle Souveränität. Wer kann sie ihm gewähren? Wer Herr ist in Polen. Und das sind wir, wir Schweden.“

 

„Herr Kanz ... Pardon, Herr Kapitän. Hatte Herrn Kapitän vorhin eine Frage gestellt, die Herr Kapitän wohl überhört haben.“

 

„Keine Sorge, Leutnant. Die Brandenburger sind brave Untertanen ihres Herrn. Wünsche beste Gesundheit. Au revoir.“

 

Weg war er. Ob Thorsson wusste, weshalb man ihn fortschickte? Er hatte nur seinen Spruch von des Königs tiefer Sorge aufgesagt. Diese Sorge war sicher echt, ganz bestimmt sogar, aber einer musste Karl eingeredet haben, dass Sven nur in Brandenburg die Ruhe fände, die er zur Genesung brauchte. Man hätte ihn besser nach Schweden oder wenigstens nach Schwedisch-Pommern schicken sollen. Stenbock marschierte nach Danzig, und von da gingen Schiffe. Nein, irgendjemand wollte ihn von Karl und vielleicht auch von Stenbock trennen. Aber wer? Der kleine Prinz? Der sah in seiner Schwärmerei für den König gar nicht, dass es außer ihm auch noch andere Menschen gab. Arvid Horn? Mit dem Hauptmann der Leibtrabanten war er früher gut ausgekommen, noch bei Krakau ... Wenn Horn aber von dem heimlichen Besuch seiner Braut an Svens Krankenlager erfahren hatte? Oder General Rehnsköld? Der fand immer Grund zur Klage über Sven — und er missgönnte Stenbock Krakau. Oder der Kanzleirat selbst? Warum hatte er Svens Frage nach der Heimat nicht beantwortet? Gab es schlimme Kunde, mit der er Sven nicht beunruhigen wollte? Wulfcronas Drohung? Was denn, stand nicht der König, wie es die Kaufleute verlangt hatten, in Polen? Die fruchtbaren Ebenen, die reichen Städte, der Weg zum ungarischen Erz, ja, zu den Türken, den Schätzen des Orients ... Oder war alles ganz einfach: Frage und Antwort standen nicht in Thorssons Konzept?

 

Der Kanzleirat hatte Mühe, seine militärische Autorität zu wahren. Dass er sich überhaupt zu Erklärungen herabgelassen hatte! Sven musste lächeln.

 

Danke fürs Lesen — wir freuen uns, wenn Sie uns auch nächste Woche begleiten. Bis dahin viele gute Entdeckungen beim Lesen und herzliche Grüße aus Pinnow.

 

Ansprechpartner

 

Gisela Pekrul
Verlagsleiterin
Tel: +49 (3860) 505788
E-Mail: editiondigital@arcor.de

 

Über "EDITION digital Pekrul & Sohn GbR"

 

EDITION digital war vor 31 Jahren ursprünglich als Verlag für elektronische Publikationen gegründet worden. Der Verlag gibt Krimis, historische Romane, Fantasy, Zeitzeugenberichte und Sachbücher (NVA-, DDR-Geschichte) sowie Kinderbücher als barrierefreie E-Book heraus, einige auch als Hörbuch. Ein weiterer Schwerpunkt sind Grafiken und Beschreibungen von historischen Handwerks- und Berufszeichen sowie Belletristik und Sachbücher über Mecklenburg-Vorpommern. Bücher von DDR-Autoren werden als E-Book neu aufgelegt. Insgesamt umfasst das Verlagsangebot, das unter www.edition-digital.de nachzulesen ist, mehr als 1.800 Titel. Die Printsparte des Verlages war Ende 2025 von Ralf Jordan vom Geschichtlichen Büchertisch als Imprint übernommen worden.

 

EDITION digital: Newsletter 13.11.2026 - Sternenkavaliers Groteske bis königlicher Doppelrolle: Fünf Bücher