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Die magische Zeitreise in die Steinzeit. Wie Kinder vor 10.000 Jahren wirklich lebten von Gisela Pekrul,  Pekrul
Autor:
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Preis E-Book:
7.99 €
Buch:
10.90 €
Veröffentl.:
24.08.2026
ISBN:
978-3-68912-750-3 (Buch), 978-3-68912-748-0 (E-Book)
Sprache:
deutsch
Umfang:
ca. 328 Seiten
Kategorien:
Kinder-und Jugendbuch/Geschichte/Allgemein, Kinder-und Jugendbuch/Soziale Fragen/Werte und Tugenden, Kinder-und Jugendbuch/Fantasie und Magie, Kinder-und Jugendbuch/Märchen und Folklore/Allgemein
Kinder/Jugendliche: Historische Romane, Kinder/Jugendliche: Fantasy und magischer Realismus, Kinder/Jugendliche: Thriller, Kinder/Jugendliche: Sachbuch: Kindheit in der Vergangenheit, Kinder/Jugendliche: Persönliche und soziale Themen. Freunde und Freundschaft, Kinder/Jugendliche: Persönliche und soziale Themen: Familie, Kinder/Jugendliche: Persönliche und soziale Themen: Rassismus und Multikulturalismus, 1650 bis 1659 n. Chr., empfohlenes Alter: ab 7 Jahre
Steinzeit, Mittelsteinzeit, Zeitreise, Kinderroman, Historischer Roman, Abenteuer, Freundschaft, Familie, Geschichtsroman, Vorzeit, Eiszeit, Nach der Eiszeit, Auerochsen, Jagd, Einbaum, Pfeil und Bogen, Steinzeitkinder, Überleben, Natur, Wildnis, Archäologie, Frühgeschichte, Mesolithikum, Schwerin, Ostorfer See, Toteninsel, Hunde, Geschichtsunterricht, Sachwissen, Deutschland, Mecklenburg, Zusammenhalt, Spannung, Junge Leser, Kinderbuch ab 9 Jahren
9 - 12 Jahre
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Fremde am Waldrand

Baum kniet am Boden. Er streicht mit den Fingern über die weiche Erde. Alle bleiben stehen. Selbst die Hunde sind plötzlich still. „Was ist los?“, flüstert Joshua.

Baum hebt langsam den Kopf. „Menschen.“

Niemand sagt etwas. Noah spürt, wie sein Herz schneller schlägt. „Wo?“, fragt Speer.

Baum zeigt auf mehrere Abdrücke im feuchten Boden. „Viele. Männer, Frauen und Kinder.“

„Vielleicht ziehen sie nur vorbei“, meint Fisch leise.

Baum schüttelt den Kopf. „Die Spuren sind frisch.“

Jetzt knurren Wach, Wolf und Elch leise. Asta stellt die Ohren auf. Bär umfasst seinen Speer fester. „Greift zu den Waffen, Männer! Alle bleiben zusammen!“

Die Frauen ziehen die kleineren Kinder dicht zu sich. Wasser bleibt dicht neben Noah stehen. „Sind das böse Menschen?“

Noah schluckt. Daran hat er noch nie gedacht. Können Menschen in der Steinzeit gegeneinander kämpfen?

Joshua schmiegt sich an Noah und flüstert: „Jetzt werden wir angegriffen. Noah, ich habe Angst.“

Da hebt Baum die Hand. Zwischen den Bäumen bewegt sich etwas. Eine Gestalt tritt aus dem Wald. Dann noch eine. Und noch eine.

Noah zählt schnell. Es sind viele. Männer mit Bögen, Frauen mit Kindern, mehrere Hunde. Alle bleiben stehen. Niemand bewegt sich. Man hört nur das Rauschen der Blätter.

Der fremde Anführer ist groß und hat graue Haare. Er betrachtet Bär lange. Dann ruft er freudig: „Bär!“

Bär blinzelt überrascht. Einen Augenblick später lacht er laut. „Feuerstein!“ Er geht einige Schritte vor.

Die beiden Männer legen ihre Hände auf die Schultern des anderen. Die Spannung fällt von allen ab. Speer senkt seinen Bogen. Die Frauen beginnen zu lächeln. Die Hunde nähern sich einander steifbeinig, schnuppern und beruhigen sich erst allmählich.

„Ihr lebt noch!“, ruft Feuerstein.

„Und du bist noch immer so alt, dass du jeden Baum im Wald persönlich kennst!“, antwortet Bär lachend.

Nun lachen alle. Joshua atmet tief aus. „Puh. Ich dachte schon, sie greifen uns an.“

Noah nickt. „Ich auch.“

Jetzt kommen die Menschen näher.

Der alte Mann, den Bär Feuerstein genannt hat, blickt freundlich. Sein langes schwarzes Haar ist schon von vielen grauen Strähnen durchzogen. Um den Hals trägt er eine Kette aus Tierzähnen.

Hinter ihm steht ein Mädchen. Noah starrt sie einen Augenblick an. Sie ist vielleicht sechzehn Jahre alt. Ihr langes Haar glänzt in der Sonne. In ihrem Haar steckt eine weiße Feder.

Feuerstein zeigt auf das Mädchen hinter sich und stellt es Noah und Joshua vor. „Das ist meine Tochter Blume.“

Blume lächelt schüchtern.

Krähe stößt Wasser mit dem Ellenbogen an. „Jetzt verstehe ich ihren Namen.“ Wasser grinst.

Denker macht einen Schritt auf sie zu. „Blume!“
Ihr zaghaftes Lächeln wird breiter. „Du bist also wirklich mitgekommen.“

Seit zwei Sommern suchen sie bei den Begegnungen der Sippen immer wieder die Nähe des anderen. Doch erst heute können sie lange ungestört miteinander sprechen.

Krähe entdeckt in der Sippe von Feuerstein Ast, einen ruhigen jungen Fischer mit freundlichen Augen, und lächelt. Noah bemerkt, dass sie seitdem immer wieder zu ihm hinübersieht.

Die beiden Sippen schlagen ihr Lager gemeinsam am Waldrand auf. Schon bald steigen mehrere Rauchfahnen zwischen den Bäumen auf. Die Frauen holen geräucherten Fisch, getrocknete Beeren und Nüsse hervor. Feuersteins Sippe bringt frischen Fisch und große Vogeleier mit.

Joshua stutzt. „Die Eier sind riesig!“

„Von Graugänsen“, erklärt Blume.

Joshua betrachtet sie neugierig. „Habt ihr die gefunden?“

Blume nickt. „Ja, vor einigen Tagen an einem großen Schilfgürtel. Wir haben nur aus zwei Nestern Eier genommen.“

Denker setzt sich dazu. „Wie fangt ihr die Fische?“

Sofort beginnen mehrere Männer durcheinander zu reden. Sie zeigen sich gegenseitig ihre Speere, Pfeile und Messer.

Denker betrachtet besonders aufmerksam eine geflochtene Fischreuse. „Das ist klug gemacht“, murmelt er.

Die magische Zeitreise in die Steinzeit. Wie Kinder vor 10.000 Jahren wirklich lebten von Gisela Pekrul, Pekrul: TextAuszug