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Die Kinder im Tobteufelhaus / Das Wunderpferdchen aus Kornhagen. Zwei kleine Trompeterbücher von Holda Schiller
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Preis E-Book:
4.99 €
Veröffentl.:
09.04.2013
ISBN:
978-3-86394-799-6 (E-Book)
Sprache:
deutsch
Umfang:
ca. 69 Seiten
Kategorien:
Kinder-und Jugendbuch/Schlafengehen und Träume, Kinder-und Jugendbuch/Legenden, Mythen, Fabeln/Allgemein, Kinder-und Jugendbuch/Tiere/Pferde
Kinder/Jugendliche: Natur- und Tiergeschichten, Kinder/Jugendliche: Märchen, Sagen, Legenden
Teufel, Hexe, Nichtschlafland, Pferd, Springen, Toben, Talent
4 - 99 Jahre
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Als Wirbellutz sich vom ersten Schreck erholt hatte, kam ihm der Mut wieder, er überwand die Angst.

„Ich muss sehen, wo das Haus eine Tür hat", sagte er und schob den Roller in den Garten. Die Drahthexe tat, als sehe sie ihn nicht. Doch als er auf der anderen Seite des Hauses ankam, war auch sie im Garten. Sie sprang von Kirschbaum zu Kirschbaum und heulte wie eine Sirene. Da flogen Scharen von Vögeln auf und davon. Es waren Stare. Weil ihnen die Kirschen so gut schmeckten, plünderten sie die Bäume bei jeder Gelegenheit. Wirbellutz bemerkte, dass auf manchen Bäumen Vogelscheuchen saßen, und als er sie genauer betrachtete, erstarrte er: Es waren Kinder. Nun weiß ich, warum sie die Kinder verzaubern, dachte er. Er schob den Roller rund um das Haus herum und wieder zum Holunderbusch zurück. Eine Tür sah er nirgends. Es gab auch keinen Aufgang. Er stand da und überlegte, wie er hinaufkommen sollte. Eine klirrige Stimme unterbrach ihn in seinem Überlegen. Es war die Stimme der Drahthexe, die wieder auf der Pappel saß.

„Komm näher, und sei uns willkommen!", sprach sie. „Möchtest du zu meinem Sohn? Es ist liebenswürdig von dir, dass du uns besuchst. Wir sind ein gastliches Haus. Komm also und fühl dich wohl! Das Spielzeug lass unten, du brauchst es nicht." Sie kam vom Baum herunter und wollte dem Jungen den Roller wegnehmen.

Wirbellutz aber, der den Roller wie etwas Lebendes liebte und von Herzen an ihm hing, ließ ihn nicht los. Er hielt den Lenker fest, als sei er ihm an die Finger gewachsen. „Meinen Roller nehme ich überallhin mit, ich lasse ihn nicht unten", sagte er. Das gefiel der Drahthexe gar nicht. Sie hatte keine Macht über den Jungen, solange er den Roller festhielt. Was konnte sie tun? Sollte der Junge seinen Roller erst einmal mit ins Haus nehmen!

Sie stach ihm mit ihren Scheinwerferaugen ins Gesicht, da war er geblendet und sah nichts mehr. Als er wieder sehen konnte, befand er sich in einem großen Saal, und vor ihm stand ein zwei Meter langer Kerl, bleich, schlappig und ohne Haltung, wie ein Hering, den man wochenlang gewässert hat: der Tobteufel. Er wackelte und zuckte ohne Unterbrechung. Seine Augen kullerten im Gesicht herum wie Bälle auf der Wiese. Sie rutschten aus einem Augenwinkel in den anderen und blickten matt und erloschen. Dabei verzog und zerknitterte der Tobteufel das Gesicht, als sei es eine große Anstrengung, die Augen so herumzuschmeißen.

Die Kinder im Tobteufelhaus / Das Wunderpferdchen aus Kornhagen. Zwei kleine Trompeterbücher von Holda Schiller: TextAuszug