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12.-15. März 2020
Halle 4, Stand B 301/401

Die Feuerfontäne. von Martin Meißner
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Preis E-Book:
6.99 €
Veröffentl.:
31.07.2013
ISBN:
978-3-86394-210-6 (E-Book)
Sprache:
deutsch
Umfang:
ca. 167 Seiten
Kategorien:
Kinder-und Jugendbuch/Familie/Stieffamilien, Kinder-und Jugendbuch/Lebensstile/Land- und Ranchleben, Kinder-und Jugendbuch/Action und Abenteuer/Allgemein, Kinder-und Jugendbuch/Jungen und Männer, Kinder-und Jugendbuch/Leser/Mittleres Niveau, Kinder-und Jugendbuch/Leser/Bücher mit Kapiteln, Kinder-und Jugendbuch/Natur und die natürliche Umwelt/Umwelt, Kinder-und Jugendbuch/Soziale Fragen/Freundschaft, Kinder-und Jugendbuch/Tiere/Hunde
Kinder/Jugendliche: Action- und Abenteuergeschichten, Kinder/Jugendliche: Natur- und Tiergeschichten, Kinder/Jugendliche: Gegenwartsliteratur, Kinder/Jugendliche: Familienromane, Kinder/Jugendliche: Persönliche und soziale Themen. Freunde und Freundschaft, Kinder/Jugendliche: Soziale Themen: Umwelt
Geologen, Erdgas, Riese, Freundschaft, Naturschutz, Stiefvater, Hund
10 - 99 Jahre
Zahlungspflichtig bestellen

Wie Lüder nun gerade das Meer der Muschelkalksteinzeit vor sich schimmern sieht und die Krone in seinen Gedanken den Grund des Bohrloches bald erreicht hat, wird er aus seinen Träumen geweckt.

Jegor Iwanowitsch ist ans Bohrloch herangetreten und hat die Eisenplatte zur Seite gezogen.

Da wird auch Salamanders versteinertes Gesicht lebendig. Er geht auf die Öffnung zu. Nicht überhastet, aber mit seinem zielstrebigen Schritt, mit dem er sonst durch die Feldmark streift.

Wie gebannt starrt er nach unten. Bis wohin sein Blick wohl reicht, denkt Lüder. Er selbst erkennt nur ein Stück der Verrohrungswand, die sich bald in der Finsternis der Tiefe verliert.

„Wie tief geht es da hinein?“, fragt Salamander nach einer Weile, an Jegor Iwanowitsch gewandt.

„Die Sohle liegt in dreitausendzweihundert Meter Tiefe“, antwortet der Mann.

Über Salamanders Gesicht huscht ein kurzes triumphierendes Lächeln, als hätte er selbst der Erde einen Streich gespielt.

Aber damit scheint er genug gesehen zu haben. Er wendet sich ab und geht die eiserne Treppe hinunter.

 

Da gerade Schichtschluss ist, können die beiden Jungen mit dem Kübelwagen ins Dorf zurückfahren.

Alle Mitfahrer müssen hinten aufsteigen, denn der Platz neben dem Chauffeur ist bereits belegt. Struppi hat sich dort breitgemacht. Die Hinterpfoten auf dem Polster, die vorderen auf der Verkleidung neben dem Armaturenbrett. Als Jegor Iwanowitsch den Motor anlässt, wedelt sie verzückt mit dem Stummel ihres Schwanzes.

Die ganze Fahrt über wendet sie den Blick nicht von der Straße, als lenke Sie das Auto selbst. Lüder und Salamander interessieren sie jetzt nicht.

Als im Wohnlager alle abgestiegen sind, bleibt Salamander noch einen Augenblick neben Jegor Iwanowitsch stehen.

„Ich denke, Sie haben mich herbestellt, damit Sie mich wegen der Schule bearbeiten“, sagt er.

„Nein, das nicht“, antwortet der Mann. „Du solltest nur mal einen Blick in den Erdenschlund tun.“

Darauf zieht Salamander wie gewöhnlich seine Schultern hoch. Ohne sich zu verabschieden, geht er davon.

Jegor Iwanowitsch freut sich, dass es nicht zu der Aussprache gekommen ist, um die ihn die Lehrerin gebeten und die er ihr auch versprochen hat.

Nur weiß er nicht, welchen Bescheid er ihr geben soll.

„Er hat in das Bohrloch geschaut und dabei gelacht“, wird er sagen können.

Aber ob sie das versteht?

 

Die Feuerfontäne. von Martin Meißner: TextAuszug