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Die Marsfrau. Science-Fiction-Roman von Alexander Kröger
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Preis E-Book:
8.99 €
Veröffentl.:
18.04.2016
ISBN:
978-3-95655-662-3 (E-Book)
Sprache:
deutsch
Umfang:
ca. 311 Seiten
Kategorien:
Belletristik/Science Fiction /Action und Abenteuer, Belletristik/Science Fiction /Gentechnik, Belletristik/Liebesroman/Science Fiction
Klassische Science-Fiction-Literatur, Fantasy (Romance, Dark Romance)
Science Fiction, Spannung, Gentechnik, Mars, Liebe, Romanze, Selbstversuch
12 - 99 Jahre
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Mac befand sich, nachdem er das eigentliche Tagespensum erledigt hatte, ein weiteres Mal auf dem Weg zum Roten Felsen. Immer wieder kreisten seine Gedanken um dieses Phänomen, und ihm fiel nichts anderes ein, als abzuwarten, als zu versuchen, sein eigenes Wissen über die Unbekannte zu vergrößern. Und dazu wurden in den letzten Tagen die Voraussetzungen immer besser.

War Mac lange Zeit auf zufällige Begegnungen mit dem Wesen angewiesen, die meist für ihn recht unersprießlich verliefen, weil die Frau, sooft er auf sie traf, sich sehr rasch entfernte, ohne dass es jedoch einer Flucht gleichkam. Jeder Versuch einer Kontaktaufnahme blieb so ohne Erfolg. Sie lachte, tänzelte, hüpfte hinweg, in den Canon hinein, und sie war so behände und geschickt, dass Mac bei der Verfolgung stets den Kürzeren zog. Und auf keinen Fall wollte er dem Wesen in irgendeiner Weise Gewalt antun.

Aber seit nunmehr vier Tagen zehrte Mac von einer Entdeckung. An der Bewässerungsmaschine 4 hatte er bereits mehrmals frische Fußspuren vorgefunden, die ohne Zweifel von ihr stammten. Er hatte es dann so eingerichtet, dass er - und das war vor vier Tagen - den Ort mehrere Stunden hintereinander beobachten konnte. Und als sich Sunnyboy über den Horizont erhob, erschien sie.

Plötzlich war sie da, sodass Mac, der auf dem Hang schräg über der Maschine, etwa 30 Meter entfernt, hinter einem Felsbrocken lag, nur vermuten konnte, dass sie aus dem Canon gekommen war, wo sie vom Roten Felsen verdeckt gewesen sein musste.

Sie streckte dem Rieselstrahl die Arme entgegen, spielte mit den Fingern darin, gab sich wollüstig dem kühlenden Nass hin.

Sie ließ sich das Wasser in den Mund laufen, schluckte gierig. Dann ergötzte sie sich nur noch, drehte, bog den Körper, hielt minutenlang das Gesicht in das Geriesel, triefnass das lange, verfilzte Haar.

Aber - sie wusch sich nicht, wollte sich anscheinend nur abkühlen. Der wadenhoch an ihren Beinen klebende verkrustete Schlamm interessierte sie nicht.

Mac hatte Muße, zu beobachten, da sie ihrer Umgebung überhaupt keine Aufmerksamkeit schenkte.

Langsam stieg er vom Hang und ging auf sie zu. Er hörte sie gurren und lachen vor Vergnügen, in die Hände und auf den Körper klatschen, hörte das Patschen ihrer Füße im rötlichen Schlamm.

In zehn Meter Entfernung blieb Mac stehen. Er traute sich nicht, noch näher aufzurücken, aus Angst, sie am Ende doch zu verscheuchen.

Ihre wasserbenetzte Haut glänzte in einem ins Oliv gehenden Grün. Zu dieser Farbe stand ihr helles Haar in einem frappierenden Kontrast, und Mac stellte sich vor, wie es aussähe, wenn dieses Haar weich und schimmernd in dichten Wellen über die dunklen Schultern flösse.

 

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