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Ein Amerikaner aus Zehlendorf - Schriftsteller Otto Emersleben ist tot
Achtung, bevor Sie weiterlesen, noch ein wichtiger Hinweis: Ab Mai 2026 versendet EDITION digital die aktuellen Pressemitteilungen nicht mehr per E-Mail. Diese Texte können Sie aber zumeist sogar eher selbst unter der Internet-Adresse https://edition-digital.de/Presse/ finden. Probieren Sie es doch jetzt schon mal aus zum Eingewöhnen.
GODERN bei Schwerin Der Schriftsteller Otto Emersleben ist tot. Wie EDITION digital erst jetzt erfuhr, starb er bereits am 28. Dezember 2025 im Alter von 85 Jahren in seiner US-amerikanischen Wahlheimat in Brunswick im US-Bundesstaat Maine, wo er seit 1992 lebte, schrieb und zum Thema Der Wandel des Amerikabildes in der deutschen Reiseliteratur lehrte. Der Berliner Tagesspiegel überschrieb seinen ebenso ausführlich-detaillierten wie lesenswerten Nachruf mit der treffenden Formulierung Als hätte er nie woanders gelebt. Auch wenn EDITION digital nur zwei seiner Bücher im Programm hat, plädiert der Verlag auch damit zum dringenden Wiederlesen des gebürtigen Berliners Otto Emersleben und zwar nach seinem Tode erst recht. Im Laufe seines langen Schriftstellerlebens hat Emersleben viele spannende historische Erzählungen und historische Romane sowie Sachbücher und Biografien über den Nordpol-Entdecker Robert Peary, über James Cook und über Marco Polo verfasst. Bei EDITION digital liegen Der Turm des Todes. Historische Abenteuererzählungen über drei Kontinente und die Weltmeere von 1985 und der historische Roman Strom ohne Brücke von 1980 (Band 164 aus der Reihe Spannend erzählt des Verlags Neues Leben Berlin) vor. Beide E-Books sind unter edition-digital.de und im Online-Buchhandel zu haben.
Otto Emersleben wurde am 19. April 1940 in Berlin-Zehlendorf als Sohn des gleichnamigen Mathematikers Otto Emersleben geboren. Nach dem Abitur 1958 übersiedelte er in die DDR und studierte in Rostock, Greifswald und in Sofia Physik, wo er sein Studium 1964 mit einer auf Bulgarisch verfassten Diplomarbeit abschloss. Danach arbeitete er als Kundendiensttechniker der ORWO-Filmfabrik Wolfen. Dienstreisen führten ihn sogar bis in die Mongolei und nach Peking. Vier Jahre lebte er in Moskau. Während seiner Wolfener Zeit besuchte er den Literaturzirkel von Werner Steinberg (1913 bis 1992) in Dessau. Seit 1976 lebte Emersleben als freischaffender Autor in Greifswald. Studienreisen führten ihn 1977 nach Buchara und 1983 nach Venezuela, Peru und Kuba. Ab 1987 war er öfter in den USA, ehe er 1992 endgültig dorthin zog und fleißig schrieb und unterrichtete. Vor drei, vier Jahren habe sich in ihm laut Tagesspiegel jedoch eine eigenartige Lustlosigkeit ausgebreitet und ihn im wahrsten Sinne des Wortes des Schreibens und Lebens müde werden lassen. Es strengte ihn zu sehr an, mit seiner Familie in Deutschland zu telefonieren. Dann starb er. Sein Grab wird der Atlantik sein.
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