
Die Macht des Wortes
Die Alten glaubten
an die Macht des Wortes.
Segen oder Verwünschung
war ihnen
wie Leben oder Tod.
Erstarren lässt
die Unbedachtsamkeit
im Umgang mit Worten
heute.
Verletzbar durch Worte
sind wir nicht weniger.
Ein Wort tötet,
gesprochen im Zorn.
„Spring doch ins Wasser!“
und ich fühl mich ertrinken.
„Leg dich in die Gruft!“
und ich spüre den Moder,
„Wirf dich vors Auto!“
und ich fühl mich zermalmt.
Und es fällt mir
unendlich schwer,
weiterzuleben
nach so einem Wort.
Quintessenzen. Gedichte
Viele Dinge sind anders, als sie scheinen. Viele Menschen sind anders, als sie sich geben.Es ist schwer zu erklären, wie Gedichte entstehen. Manche Probleme fressen sich so tief ins Innere und scheinen unlösbar. Bis sie schließlich - auf den Kern reduziert - in knapp gefassten Worten auf einen Zettel gekritzelt werden müssen und somit ihre Schwere verlieren, erledigt sind, irgendwo abgelegt werden. Oder es gibt Beobachtungen, plötzlich wahrgenommene Besonderheiten, die sich gewissermaßen von selbst formulieren, auch in knappster Form. So fügen sich im Laufe eines langen Lebens aus unterschiedlichen Zeiten, in unterschiedlichen Situationen „Quintessenzen“ zusammen, die mitunter schon vergessen waren, dann aber im Zusammenhang einen überraschenden Sinn ergeben: eine Bilanz dessen, was im Leben als wichtig befunden wurde.
Beschreibung
Viele Dinge sind anders, als sie scheinen. Viele Menschen sind anders, als sie sich geben.
Es ist schwer zu erklären, wie Gedichte entstehen. Manche Probleme fressen sich so tief ins Innere und scheinen unlösbar. Bis sie schließlich - auf den Kern reduziert - in knapp gefassten Worten auf einen Zettel gekritzelt werden müssen und somit ihre Schwere verlieren, erledigt sind, irgendwo abgelegt werden. Oder es gibt Beobachtungen, plötzlich wahrgenommene Besonderheiten, die sich gewissermaßen von selbst formulieren, auch in knappster Form. So fügen sich im Laufe eines langen Lebens aus unterschiedlichen Zeiten, in unterschiedlichen Situationen „Quintessenzen“ zusammen, die mitunter schon vergessen waren, dann aber im Zusammenhang einen überraschenden Sinn ergeben: eine Bilanz dessen, was im Leben als wichtig befunden wurde.
Bibliografische Angaben
| Erstveröffentlichung | 01.01.2006 |
|---|---|
| E-Book-Ausgabe | 29.09.2014 |
| Seiten | 133 |
| ISBN (EPUB) | 978-3-95655-066-9 |
| ISBN (PDF) | 978-3-95655-067-6 |
| ASIN (Kindle) | B00WXJBU4Q |
| Verlag | EDITION digital |
| Sprache | deutsch |
Schlagwörter
LyrikNaturReisenKinderGefühlslebenJapanGedichteQuintessenzenTodTrauerVerlustLiebeFamilieMeerVogelstimmeIrlandVenedigPompejiStonehengeMont Saint-MichelDelphiGarden of GodsKyotoFudschijamaLeseprobe
Die Macht des Wortes
Die Alten glaubten
an die Macht des Wortes.
Segen oder Verwünschung
war ihnen
wie Leben oder Tod.
Erstarren lässt
die Unbedachtsamkeit
im Umgang mit Worten
heute.
Verletzbar durch Worte
sind wir nicht weniger.
Ein Wort tötet,
gesprochen im Zorn.
„Spring doch ins Wasser!“
und ich fühl mich ertrinken.
„Leg dich in die Gruft!“
und ich spüre den Moder,
„Wirf dich vors Auto!“
und ich fühl mich zermalmt.
Und es fällt mir
unendlich schwer,
weiterzuleben
nach so einem Wort.
Inhaltsverzeichnis
Innenleben
Mythen
Kausalität
Lyrik
Tönung
Die Macht des Wortes
Wunden
Varianten
Schein
Unaufgeschriebene Gedichte
Kindheit
Atavismen
Gut und böse
Zweifelhafter Fortschritt
Magie des Gedruckten
Macht der Gewohnheit
Jähzorn
Kinderwelten
Missverständnis
Die Stadt
Das Meer
Keime
Glück
Märchen
Bittere Wahrheit
Die verwandelten Steine
Unverständnis
Jagd
Totengedenken
Impfen
Unterschiedliche Temperamente
Verständigung
Im Zirkus
Seelische Grausamkeit
Antiquitäten
Lebewesen
Verlust und Trost
Rollentausch
Naturerfahrung
Vertraute Wege
Die Vogelstimme
Bootsfahrt
Wildgänse
Züchtung
Panik
Seltsame Wahrnehmung
Rose im Dezember
Sozialverhalten
Toleranz
Katerschicksal
Hohn der Täuschung
Zuversicht
Vergänglichkeit
Welterfahrung
Reisen
Erster Flug
Langstreckenflug
Tropenhimmel
Thorún
Eindruck
Mystische Orte
Delphi
Tal der Könige
Mont Saint-Michel
Irland
Pompeji
Stonehenge
Venedig
Garden of Gods
Kioto, Garten der Steine
Auf dem Fudschijama
Zikaden
Wasserfall
Ikebana
Weiße Kraniche
Sinnbild
Ingrid Möller
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