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Florida and so on. Happy Rolliday III von Hans-Ulrich Lüdemann
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Preis E-Book:
7.99 €
Veröffentl.:
17.12.2012
ISBN:
978-3-86394-882-5 (E-Book)
Sprache:
deutsch
Umfang:
ca. 307 Seiten
Kategorien:
Reisen / USA, Belletristik/Urlaub, Belletristik/Medizin
Reisen und Urlaub, Vereinigte Staaten von Amerika, USA, Feiertage, besondere Feste und saisonale Ereignisse
Florida, Querschnittslähmung, Rollstuhl, Atlantis STS 112, Golf von Mexiko, Seaworld, Disneyworld, Miami
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Nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit war nicht zu befürchten, dass es über kurz oder lang zu einer Wiederholung des menschenverachtenden Anschlags auf die Twin Towers vom 13. September 2001 kommen würde. Also gingen wir in die Planung für den Trip nach Florida. Unser Ziel war der Westen, genauer gesagt Ft. Myers am Golf von Mexiko.

Als wir am 16. Oktober 2002 in Frankfurt am Main auf den Weiterflug nach Miami warteten, wurden wir unvermittelt an nine eleven erinnert: etwa zwanzig braunhäutige durchtrainierte junge Männern reagierten wie wir auf den Aufruf unseres Transatlantikfluges. Unverkennbar ihr arabischer Habitus. Unangenehm allerdings der auffällige Drang nach Alkohol. Das war umso unverständlicher, handelte es sich um Moslems. Es dauerte, bis wir etwaige dunkle Vorahnungen beiseite schieben konnten. In Miami tat mir diese Abordnung aus dem Morgenland beinahe Leid, mussten sie doch in Habtachtstellung an der Wand verharren, bewacht durch einen Offizier des Heimatschutzministeriums, von der US Administration ein Jahr nach dem Attentat ins Leben gerufen. Die Ereignisse der nächsten Tage überlagerten düstere Gedanken an nine eleven.

Nach einer ersten Durchquerung Floridas nahmen wir Quartier in einer am Kanal gelegenen Villa, deren deutsche Besitzer wir bereits zu Hause kontaktiert hatten. Ihr Verwalter vor Ort in Cape Coral war ebenfalls ein Landsmann, wohnhaft etwa zwanzig Fußminuten vom heimatlichen Altglienicke entfernt! Die Welt ist klein. Dieser Gedanke verliert sich schnell, wenn man in Cape Canaveral steht und voller Ungeduld auf die Rückkehr der Atlantis STS 112 wartet. Pünktlich um 11:46 EDT knallte es unüberhörbar, als die Raumfähre die Schallmauer passierte.

Gemäß US amerikanischen Verhältnisse befindet sich nicht weit vom Kennedy Space Center ein Phantasiegebilde, das sich Disneyworld nennt. Für unsere Augen und Ohren eher gewalttätig – deswegen flohen wir geradezu nach Seaworld, ebenfalls in Orlando gelegen.

Zurückgekehrt in unsere gediegene Villa, erholten wir uns am Swimmingpool, bevor es wieder auf Fahrt ging nach Key West, die südlichste Stadt in den USA. Das Reisen im Auto ist etwas strapaziös, sind die Tempobeschränkungen für Europäer ungewohnt, das rigide Maß ihrer Durchsetzung ebenso.

Quasi aus dem Nichts tauchen die Patrouillen mit Sirenengeheul auf – wir vermuteten spaßeshalber eine Steuerung aus der Luft. Übrigens: Raser wie in Old Germany üblich, können unversehens im Knast landen. Die Strenge des Gesetzes gilt auch fürs Parken: Wer sich unberechtigt auf einen Behindertenparkplatz stellt, zahlt im günstigsten Falle nur 200 Dollar Strafe. Meine Frau hielt sich bis auf diese eine Ausnahme tunlichst an alle geltenden Vorgaben.

Aufgrund der Entfernung und Fahrtdauer hielten wir es für angebracht, in Key West zu übernachten. Leider war ein nobles Haus ausgebucht, das vornehmlich Schriftstellern für Arbeitsaufenthalte vorbehalten ist. Apropos: Weit über die Grenzen der USA ist das Ernest Hemingway Museum bekannt. Hier leben Katzen mit sechs statt fünf Zehen an den Vorderläufen; angeblich Nachkommen von Hemingways Kater Snowball. Unweit von hier steht eine Seetonne, eine Art rotschwarzgelber Phallus, mit dem Hinweis, dass Kuba sich nur 90 Meilen entfernt befindet. Florida heißt nicht von ungefähr the sunshine state – bei unserer Rückkehr in Berlin am 1. November erlebten wir das Gegenteil - it’s raining cats and dogs ...

Florida and so on. Happy Rolliday III von Hans-Ulrich Lüdemann: Beschreibung