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Doppelzweier. von Hans-Ulrich Lüdemann
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Preis E-Book:
6.99 €
Veröffentl.:
07.11.2012
ISBN:
978-3-86394-899-3 (E-Book)
Sprache:
deutsch
Umfang:
ca. 193 Seiten
Kategorien:
Kinder-und Jugendbuch/Sport und Freizeit/Wassersport, Kinder-und Jugendbuch/Soziale Fragen/Freundschaft, Kinder-und Jugendbuch/Soziale Fragen/Selbstwertgefühl und Selbstständigkeit
Kinder/Jugendliche: Persönliche und soziale Themen. Freunde und Freundschaft, Kinder/Jugendliche: Persönliche und soziale Themen: Selbstwahrnehmung und Selbstbewusstsein, Kinder/Jugendliche: Sportromane
Rudern, Freundschaft, Ehrlichkeit, Kameradschaft, Wettkampf
10 - 99 Jahre
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Es gibt Tage, da sollte einer gar nicht das Bett verlassen müssen. Im Bad erkennt man auf Anhieb, dass Zahnpasta nicht ausreichend vorhanden ist; beim Frühstück ist das Ei steinhart gekocht, obwohl stets vier bis fünf Minuten vorgegeben sind; auf dem Weg zur Schule fällt einem ein, dass eine Hausaufgabe in Mathe vergessen wurde; die Bio-Tante - sprich Lehrerin für Biologie - kennt an diesem Tage wohl nur den einen Schüler, und der von ihr andauend mit Fragen traktiert, obwohl dieser Schüler so gut wie gar nicht vorbereitet ist oder gerade deswegen? Am Nachmittag eines solchen Tages atmet Klas Miggelsen auf, als er die ersten Schläge auf dem Flüsschen Ryck durchzieht und sein Skiff pfeilschnell durchs Wasser von dannen zieht. Und dann? Ja, dann sieht er die am Ufer nebenher radelnde Rieke Habedank! Und der erfolgreichste Skuller des RC Poseidon kann nicht anders als die Schlagzahl zu erhöhen, um dem Mädchen zu zeigen, was für ein Kerl er ist und dass Rieke auf dem Fahrrad gegen ihn keinen Stich sieht …

Jeder Fischkopp, also die, die in der Nähe des Rycks wohnen, kennt die so genannten Mäander, ein Laie würde sagen, etliche Flusskrümmungen hintereinander, und weiß daher um die Gefährlichkeit für alle Ruderer. Rieke Habedank - ade! Klas, auch Krischan gerufen, hört mit Entsetzen das Reißen der Bespannung am Skiff. Irgend so ein Landei hatte mit Stacheldraht seinen Angelkahn im Schilf vertäut.

So oder ähnlich beginnt an jenem Tag ein lange anhaltender Ärger des Supertalents Klas Miggelsen. So einfach ist es nämlich nicht um eine Reparatur bestellt. Während Zühlow wegen der fehlenden Folie nicht helfen kann, nutzt Jochen Breiting die Situation, um einen im Bootshaus unter der Decke herumhängenden Doppelzweier ins Spiel zu bringen. Dem Pädagogik-Studenten Breiting ist das Getue um den Super-Skuller Klas Miggelsen schon längst ein Ärgernis. Er fürchtet um Schaden für dessen Charakter. Deshalb ist er willens, seinen Bestmann mit dem Zugereisten Heiner Kruse in ein Boot zu setzen ...

Krischan soll sich also in diesem kleinen Kollektiv bewähren, was dem Betroffenen überhaupt nicht einleuchtet. Mit dem Anfänger Kruse wird es nämlich keine Medaillen mehr geben, keine lobenden Worte vor versammelter Schülerschar durch den Direktor, keine Delegierung zu überregionalen Ausscheidungsrennen im Einer! Zu allem Übel scheint sich Rieke Habedank auch für die magere Latte aus Sachsen zu interessieren. Neue Auseinandersetzungen gilt es zu bestehen: als Klas aus der Werft eine Folienrolle mitgehen lässt, um Käptn Zühlow zur Reparatur des Skiffs zu bewegen, da hat er den Bogen überspannt. Fortan geht für Klas Miggelsen alles schief. Das Zerwürfnis zwischen den beiden scheint unlösbar. Die Frage kommt auf, inwieweit der Leistungssport in der Lage ist, lautere Charaktere herauszubilden, die sich durch Willenskraft, Fleiß und Hilfsbereitschaft auszeichnen. Ist der Kampf um Medaillen mehr oder weniger Drill, welche Methoden sind erlaubt und welche sind zum Vorteil der jungen Sportler abzulehnen? Wie groß ist die Gefahr, dass Leistungssportler statt eines Gehirns nur einen Muskel im Kopf haben?

Aus der Vita des Autors ist ersichtlich, dass er u. a. Sportwissenschaften studiert hat. In Doppelzweier fließen eigene Erfahrungen ein. Und nicht zu vergessen – es gibt ein Leben nach dem Sport! Was kann einer nach seiner Zeit im Kampf um Meter und Sekunden im Alltag bestellen, wenn seine aktive Zeit vorbei ist? Fragen, die selbst in den Minuten des Sieges auf dem Podest –vornehmlich bei jungen Sportlern - nicht außer Sicht geraten dürfen …

 

Das spannende Buch erschien erstmals 1969 bei DER KINDERBUCHVERLAG BERLIN.

Der Schwedter Rudersport meldete: 1976 wurde nach dem Kinderbuch "Doppelzweier" von Hans-Ulrich Lüdemann der Film "Dann steig ich eben aus" von der DEFA für das Fernsehen der DDR gedreht. An diesem Film waren auch Sportler aus unserem Verein als Darsteller beteiligt.

Doppelzweier. von Hans-Ulrich Lüdemann: Beschreibung