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Sagenhafte Orte. Um den Schweriner See von Erika Borchardt, Jürgen Borchardt (Autor)
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Buch:
14.80 €
Veröffentl.:
01.05.2008
ISBN:
978-3-86394-030-0 (Buch)
Sprache:
deutsch
Umfang:
ca. 212 Seiten
Kategorien:
Kinder-und Jugendbuch/Märchen und Folklore/Land und Ethik, Kinder-und Jugendbuch/Legenden, Mythen, Fabeln/Andere, Kinder-und Jugendbuch/Kurzgeschichten, Kinder-und Jugendbuch/Horror- und Geistergeschichten, Belletristik/Sagen, Belletristik/Kurzgeschichten
Belletristik: Erzählungen, Kurzgeschichten, Short Stories, Kinder/Jugendliche: Märchen, Sagen, Legenden, Kinder/Jugendliche: Horror- und Geistergeschichten, Kinder/Jugendliche: Kurzgeschichten, Mecklenburg-Vorpommern
Schwerin, Mecklenburg, Schloss, Petermännchen, Schlossgeist, Schweriner See, Sage
9 - 99 Jahre
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Schwerin

Schwerin ist vielleicht die Stadt mit der größten Zahl von Sagen in Deutschland. Woher mag das kommen? Aus einer besonderen Geographie?

 

Über ein Viertel der Stadtfläche ist Wasser; mitten in der Stadt befindet sich der Pfaffenteich mit Schwaneninsel und Petermännchen-Fähre, um sie herum liegen weitere größere Seen und Wälder, 500 Hektar des Stadtgebietes sind Parkanlagen und unter der Erde gibt oder gab es zahlreiche Kanäle und Gänge. Das alles ist wohl etwas Besonderes, für Sagen gut Geeignetes, aber ganz außergewöhnlich auch wieder nicht.

 

Ob die Geschichte eine Ursache sein kann?

 

Schwerin ist die älteste Stadt Mecklenburgs. 1160 wurde sie von Heinrich dem Löwen gegründet, einem der mächtigsten deutschen Herrscher seiner Zeit. Hundert Löwen sollen im Stadtbild zu sehen sein. Sie aber könne nicht die Ursache des Schweriner Sagenreichtums sein, selbst wenn es zu jedem Löwen eine sage gäben würde. Forschen wir weiter.

Die Stadt ist ein sehr altes Siedlungsgebiet.  Auf ihrem heutigen Areal fand man sechs Hügelgräber aus der älteren Bronzezeit, sie sind über 3000 Jahre alt. Während der Völkerwanderung im 4. bis 6. Jahrhundert u. Z. verließen die später hier ansässigen Germanen diesen Raum und der slawische Stamm der Obotriten besiedelten ihn neu. Sie bauten auf der Insel im See eine Burg, auf ihren Resten steht das heutige Schloss, prächtig anzusehen, mit seiner filigranen Fassade, den goldenen Kuppeln und den vielen Türmen und Türmchen, die zumeist Schornsteine sind. Jahrhunderte lang war es Residenz der aus dem Obotritenstamm hervorgegangenen mecklenburgischen Herzöge und Großherzöge.

Entstanden ist es aus Bauten aus fünf Jahrhunderten.

 

Rampe

Rampe - zwischen Schweriner Aussensee und Innensee gelegen - wurde erstmals im Jahre 1171 urkundlich erwähnt. Es gehört zu den ältesten Orten am Schweriner See. Der Gutshof Rampe oberhalb am Ostufer des Schweriner Sees ist in Resten erhalten. Im mehrfach überformten Gutshaus befindet sich jetzt das Amt Ostufer Schweriner See.

 

Eine Glocke wurde gefunden

Ein kleines Mädchen hütete seine Gänse an einem Wasserloch. Dabei fand es eine Glocke. Der reichte Herr aus Rubow ließ vierzig Ochsen zusammen spannen, doch die Glocke bewegte sich nicht. Da kam ein armer Bauer mit seinen vier Ochsen und sagte: "Für arm und reich zugleich!" So konnte er die Glocke aus der Erde befreien.

 

Naturschutzgebiet Ramper Moor.

Paulsdamm (Benannt nach Großherzog Paul Friedrich). Bis 1842 gab es diesen Damm noch nicht. Da war an dieser stelle nur das unwegsame Ramper Moor. Zwei Jahre lang mussten die Bauern der Umgebung mit Wagen und Karren zum Dammbau heranbringen. Als Unterlage für die Erdmassen und zur Stabilisierung des Straßendammes durch das Moor waren allein in dieser Zeit 3000 Fuder mit Faschinen (große Rutenbündel zum Befestigen des moorigen Untergrundes) heran zu transportieren. Es war für alle eine große Erleichterung, als der Paulsdamm fertig gestellt war.

 

Garten der Sinne im Diakoniewerk "Neues Ufer".

In der Nähe des Dorfes befindet sich ein diakonisches Heim für behinderte Menschen. Der Garten der Sinne, der auf dem Gelände des Diakoniewerkes entsteht, ist ein Projekt zur Erfahrung und Entfaltung der Sinne. Die im Sinnesgarten bisher realisierten Stationen wie der "Pfad der Füße", ein Duft- und Kräuterbeet, eine geflochtene Weidenhütte, ein Dendrophon, ein Springbrunnen mit Sitzgelegenheiten u.a. fördern auf vielfältige Weise die Wahrnehmung  und Kommunikation.

 

Zum Diakoniewerk: Am westlichen Ortausgang (Richtung Schwerin) führt eine Straße am Ufer des Schweriner Sees in Richtung Retgendort (ein Wanderweg beginnt nordöstlich von Rampe). Nach 2,8km erreicht man das Diakoniewerk.

 

Sagenhafte Orte. Um den Schweriner See von Erika Borchardt, Jürgen Borchardt (Autor): TextAuszug